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Rotorlibelle (Micro Air Vehicle) |



Außergewöhnliche Landung einer Rotorlibelle im Wohnzimmer
Gläserne Bienen - Eine Vision
wird Wirklichkeit
Im Jahr 1957 veröffentlicht Ernst Jünger den Roman "gläserne Bienen"
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Das "Micro Air Vehicle" und die Bionik
Technische Flugobjekte, klein wie eine Biene
Die Natur zeigt wie es geht
Die Realisierung, eine Aufgabe der Bionik
Es gilt, den Schlagflügelflug zu realisieren. Der kritische Bioniker muss sich fragen: Hat die Evolution die schwingende Flügelbewegung
erfunden, weil sie besser ist als die kontinuierliche Drehung eines Propellers? Oder ist es eine Notlösung, weil die materielle Trennung
einer Welle von der Nabe unüberbrückbare Probleme schafft: Wie soll die biologische Welle durchblutet werden? Eine Überraschung
vermittelt die Tatsache, dass ein auf der Stelle schwebendes Insekt seine Flügel nicht auf und ab, sondern hin und her bewegt. Man könnte
dies als einen Ausweg der Evolution deuten, eine kontinuierliche Rotation durch eine unterbrochene Links- Rechtsdrehung zu ersetzen.


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Da für die Technik - im Gegensatz zur Biologie - die kontinuierliche Rotation die einfachere Lösung darstellt, bestände so kein Grund für den
Bioniker, die Flatterbewegung der Insekten zu kopieren. Doch das stimmt nicht ganz. Vorteil der Hin- und Herbewegung ist: Der Strömung
verbleibt keine Zeit sich abzulösen. Es kann ein hoher Anstellwinkel mit viel Auftrieb gefahren werden. Das Paradoxon, dass "eine Hummel
eigentlich gar nicht fliegen kann, sie weiß es nur nicht und fliegt" erfährt so seine
Lösung. Die Aerodynamik des Insektenfluges ist völlig verschieden von der des
Flugzeugs. Bei kleinen Flugobjekten (kleine Reynoldszahlen) gilt auch nicht mehr:
Aerodynamische Querkräfte (Auftrieb) groß gegenüber Längskräften (Widerstand).
Ein Federflügler mit 0,3mm Spannweite paddelt mit Widerstandskräften in der Luft.


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Nutzung des Hummeleffekts eines oszillierenden Flügels oder Auftriebserhöhung durch Drehzahlsteigerung eines rotierenden Flügels? Diese
und ähnliche Fragen müssen bei der Realisierung eines optimalen Mikro Air Vehikels vorgegebener Größe gestellt und beantwortet werden.
Der Bioniker könnte sich sonst dem Vorwurf ausgesetzt sehen, nur aus äußerlich ästhetischen Gründen die Flatterbewegung der Insekten zu
kopieren. Noch haben sich die Berliner Bioniker für die Flügelrotation entschieden.
Die kleinste "Rotorlibelle" des Instituts mit 8,3 cm
Flügelspannweite
Testflug in der Wüste
"Rotorlibelle" mit apfelförmigem Schutzkorb



