Reihe: Werkstatt Bionik und Evolutionstechnik

In einer Werkstatt wird gehämmert gefeilt, geschabt, gebohrt... In einer Werkstatt - erdumspannend - arbeitet die Evolution. Nach drei Milliarden Jahren prüft nun der Mensch die Produkte. Was läßt sich nutzbringend verwerten? Denn die Techniken des Lebens sind nicht nur raffiniert; sie sind von Natur aus auch in die Umwelt eingepaßt.
In der Reihe Werkstatt Bionik und Evolutionstechnik werden Natur-Lösungen demontiert, examiniert und rekonstruiert. Evolutionäre Hochtechnologien kommen gleichsam aus der Zukunft. Plattes Kopieren führt zu nichts. Der Airbus A 321 hätte Leonardo da Vinci nicht weitergeholfen. Verstehen garantiert erst den Erfolg.

Band 1

Ingo Rechenberg
Evolutionsstrategie '94

Mathematisch-technische Optimierung und biologische Evolution besitzen in den Augen vieler geradezu gegensätzlichen Charakter. Hier das geplante intelligente Vorgehen des Ingenieurs, dort das verschwenderische Zufallspiel der Natur. Die Theorie der Evolutionsstrategie beweist: Die Evolution arbeitet raffinierter als viele Optimierungsstrategien. Mit Evolutionsstrategien lassen sich im Windkanal Tragflügel optimieren, magische Quadrate lösen und neuronale Netze trainieren. Evolutionsstrategien als universelles Entwicklungswerkzeug bilden ein hochaktuelles Forschungsgebiet.
_____Frommann-Holzboog , Stuttgart 1994 / ISBN 3-7728-1642-8
.
Band 2

Ingo Rechenberg
Photobiologische Wasserstoffproduktion in der Sahara
Alljährlich findet in den Dünen der Sahara ein nicht alltägliches Experiment statt. In einem Wüsten-Bioreaktor werden Bakterien und Algen kultiviert, um in einem Stoffwechselverbund nach dem Vorbild fädiger Blaualgen solaren Wasserstoff zu produzieren. Die Pilot-Experimente begleiten das Berliner Projekt "Artifizielle Bakterien-Algen-Symbiose" (siehe Band 3 der Reihe). Die Experimentierumgebung bringt es mit sich, daß Sand und Sonne, Nomaden und Gendarmen am Geschehen mitwirken. Wissenschaftliche Forschung wird unversehens zum Abenteuer.
_____Frommann-Holzboog, Stuttgart 1994 / ISBN 3-7728-1643-6
.
Band 3

Gerald Koch-Schwessinger
Wasserstoffproduktion durch Purpurbakterien
Die Wasserstofferzeugung von Purpurbakterien ist stammgebunden. Auf der weltweiten Suche nach produktiven Bakterien wird aus 455 Wasserproben der Stamm Meski (Südmarokko) isoliert. Die Purpurbakterie Meski wird evolutionsstrategisch weiterentwickelt, in Röhren- und Flachrektoren kultiviert, im Tag-Nacht-Rhythmus bestrahlt, durch carotinoidähnliche Lichtfilter geschützt und wochenlang unvermehrt zur Wasserstoffproduktion gezwungen. Pilotexperimente zeigen, wie künftig Purpurbakterien in einer künstlichen Symbiose dauerhaft Wasser spalten können.
_____Frommann-Holzboog, Stuttgart 1996 / ISBN 3-7728-1644-4
.
Band 4

Ingo Rechenberg
Vorlesungen zur Bionik

(In Vorbereitung)

Bionik & Evolutionstechnik <<