Von den Multiwinglets zum
Split-Wing Loop

 

 

 

  

 

 

Skizze des Split-Wing Loop's

 

 

Split-Wing Loop

 

 

 

In evolutionsstrategischen Optimierungsexperimenten konnte gezeigt werden: Mit zunehmender Anzahl der Winglets wächst auch die Widerstandsverminderung. Nun lassen sich die Flügelenden aber nicht in beliebig viele Winglets unterteilen. Der Reibungswiderstand würde zunehmen und durch die endliche Dicke der Winglets kämme es irgendwann zu einer Verblockung im Bereich der Flügelenden.

 

Das Ersetzen der inneren Winglets durch die Hüllkurve der Multiwinglets führt zum Split-Wing Loop

 

Von den Multiwinglets zum Split-Wing Loop

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Split-Wing Loop führt aus diesem Dilemma. Er verbindet unter dem Weglassen der inneren Fächerstruktur die beiden äußeren Winglets – ähnlich einem Möbiusband. Die schlaufenförmige Struktur verbindet die Druck- und Saugseite des Flügels ohne einen Formsprung. Im Gegensatz zu den Multiwinglets, die eine diskrete Aufspaltung der Randwirbel bewirken, wird durch eine schlaufenförmige Gestaltung der Flügelenden ein kontinuierliches »Verschmieren« der Randwirbel in Hochachsenrichtung erreicht. Der Split-Wing Loop hat den gleichen Wirbelnachlauf wie ein Flügel mit unendlich viele Winglets. Ähnliche Ideen mit anderer Schwerpunktsetzung existieren bereits mit dem amerikanischen »Spiroid-tipped wing« und dem russischen »Möbius-Flügel«.

 

 

 

 

Auftriebsverteilung am Split-Wing Loop

 

Auftriebsverteilung Split-Wing Loop

 

 

 

Es zeigt sich hier beispielhaft die Philosophie der Bionik:
»Kein plumpes Nachäffen, sondern die tieferliegenden Prinzipien nutzen.«

 

 

 

 

 

 

 

 

Michael Stache
Rudolf Bannasch

Technische Universität Berlin
Bionik und Evolutionstechnik